Traumatherapie mit EMDR
EMDR=Eye Movement Desensitation and Reprocessing (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen)
Was bewirkt EMDR
Durch beidseitigen Stimulation ermöglicht EMDR dem Einzelnen vergangene Schmerzen besser zu verarbeiten und dann los zu lassen. Diese Stimulis helfen dem Gehirn, die Erinnerung zu verarbeiten, ähnlich dem REM-Schlaf, wodurch die emotionelle Intensität nach lässt.
Was ist das Resultat von EMDR
EMDR fördert Resilienz, emotionales Wohlbefinden und eine positivere Lebenseinstellung.
Wie ist der Ablauf einer EMDR Behandlung
Der Patient denkt an die belastende Erinnerung, während er den Fingern des Therapeuten folgt (oder andere andren beidseitigen Stimulation), was die Gehirnaktiviätät beider Hälften synchronisiert. Die Behandlung verläuft in acht strukturierten Phasen, von Anamnese über Vorbereitung (Ressourcen-Arbeit) bis zur Abschlussphase.
Ist EMDR wirksam?
Zahlreiche Studien belegen die hohe Wirksamkeit. Nach 6 EMDR-Sitzungen waren 100 Prozent der Opfer eines einzelnen Traumas und sieben Prozent der Opfer mehrer Traumatas frei von post-traumatischen Belastungs-Störungen
Wie wirkt EMDR
EMDR verändert wie den Erinnerungs-Prozess von schmerzhaften Emotionen und reduziert ihre Wucht/Intensität und fördert die Heilung
EMDR
Anwendungsbereiche
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
Angststörungen, Phobien, Panikattacken
Schmerzstörungen
Depressionen
Negative Glaubenssätze
Verlustängste
Chronische Beschwerden (Körperlicher+seelischer Art)
Mehr über EMDR
EMDR – EYE Movement Desensitization and Reprocessing = Aufarbeitung und Desensiblierung mithilfe von Augenbewegungen
Eine zeitsparende und umfassende Methode zur Behandlung traumatischer Erfahrungen und belastenden Situationen. Durch die Stimulation der Augen (Winkbewegungen ) werden eine beschleunigte Informationsverarbeitung im Gehirn und somit eine emotionelle und physische Stress-Entlastung bewirkt.
Was passiert im Gehirn durch EMDR?
Über die Recht-Links-Stimulation der Augen im Wachzustand des Patienten werden alte, im Erinnerungs-Netzwerk des Gehirns abgespeicherte und belastende Informationen aufgearbeitet.
Wirkung: eine kognitive Umstrukturierung, d.h. eine Neuwertung des Erlebnisses, sowie eine veränderte Einstellung zu sich selbst und den eigenen Ressourcen.
Diese spezielle Form der Aktivierung unseres Informations-Verarbeitungssystems ist ein integrativer Bestandteil einer fundierten Beratung. Über EMDR können belastende Emotionen, negative Gedanken und Bilder ( dysfunktional gespeichertes Material) verarbeitet, desensibilisiert und im Gehirn neu assoziiert und heilsam integriert werden. Die Emotionen und unser emotionelles Gedächtnis stehen im Mittelpunkt. Es entstehen neue individuelle Handlungsoptionen, Verhaltensmuster und Fertigkeiten wie von selbst, während die Augen des Klienten den Wink-Bewegungen des Therapeuten folgen. Denn letztlich erreichen wir, eine wirkliche Veränderung nur über unser Körpergedächtnis, in dem unsere Überzeugungen und Glaubensätze gespeichert und verankert sind. Mit Hilfe von EMDR sind wir in der Lage diesen positiven Einfluss auf unser Leben und unsere Emotionen zu nehmen. Welcher Schatz könnte kostbarer sein, als unsere alten Emotionen und negative Erlebnisse, die uns heute unbewusste, wenn auch spürbare GRENZEN setzen, in wertvolle Erfahrungen zu wandeln, um neue Wege zu gehen? Wir sind unseren negativen Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert. Kaum jemand sollte seine emotionalen Belastungen unnötig lange aushalten müssen.
Wann ist EMDR nicht sinnvoll?
-Komplex-Traumas (Typ II) mit mässiger Dissoziationsbereitschaft- hier entlasteten die Aktivierung der Ressourcen
-Entwicklungstraumas (TYP III ) ohne Resilienz ( Widerstandsfähigkeit),da die Traumata im frühen Kinderalter statt fanden (Beeinträchtigung der Gehirnreife)
-schwere dissoziative Störungen (multiple Persönlichkeitsstörung)
